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AFT - Aufsuchende Familientherapie

Aufsuchende Familientherapie (AFT) ist eine Hilfeform nach § 27ff. SGB VIII für die Arbeit mit "Multiproblemfamilien".

Kennzeichen für Multiproblemfamilien sind:

  • Eltern sehen für ihre Kinder keine Lebensperspektive.
  • Eltern geben ihren Kindern keine ausreichende Orientierung und halten sie nicht zu angemessenem Verhalten an.
  • Lebenseinstellungen sind häufig geprägt von Hoffnungslosigkeit und Resignation.

Aufsuchende Familientherapie zielt direkt auf notwendige Veränderungen in Familien und belässt dennoch die größtmögliche Verantwortung bei den Familien selbst. Bei der Aufsuchenden Familientherapie handelt es sich um ein kurzzeittherapeutisches Hilfeangebot mit einer Dauer von in der Regel 6 bis 12 Monaten. Das Einbeziehen des sozialen Umfeldes spielt dabei eine große Rolle.

Ziele der Aufsuchenden Familientherapie:

  • Die destruktiven Interaktionen und Muster in den Familien sowie mit ihrem Umfeld sollen verändert werden.
  • Eltern übernehmen (wieder) die elterliche Verantwortung für ihre Kinder.
  • Die Familien geben keinen weiteren oder weniger Anlass für Interventionen von außen.

Aufsuchende Familientherapie aktiviert verschüttete Potenziale und Ressourcen der Familien vor allem dadurch, dass  in therapeutischer Arbeit die bisherigen Haltungen und Lösungsversuche der Familie gemeinsam mit der Familie betrachtet und Alternativen erarbeitet werden. Diese Vorgehensweise ermöglicht Veränderungsschritte in den Familien, die zu Beginn einer Aufsuchenden Familientherapie häufig nicht für möglich gehalten werden. Aufsuchende Familientherapie kann Druck und Zwang positiv zu nutzen. Vor allem bei Kindeswohlgefährdung ist es hilfreich, wenn über Druck und Zwang (einschließlich gerichtlicher Auflagen) die Familien mit der Notwendigkeit von Veränderungen konfrontiert und diese eingefordert werden.

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